Dein Hund läuft neben dir her, mit einem Spielzeug im Maul, mucksmäuschenstill. Klingt niedlich? Ist auch jede Menge Training. Und heute zeige ich dir, wie du genau dahin kommst.


Eine ruhige Beschäftigung für unterwegs

Tragen ist eine der ruhigsten Beschäftigungsformen, die du deinem Hund überhaupt beibringen kannst – quasi das mobile Pendant zur Decke. Dein Hund konzentriert sich dabei ganz auf eine Aufgabe, ohne dabei aufgedreht zu werden. Und genau das macht Tragen so praktisch für den Alltag: Es lässt sich in jeden ganz normalen Spaziergang einbauen, ohne dass du dafür extra Zeit einplanen musst.

Tragen eignet sich übrigens auch hervorragend als Alternative Handlung: Ist dein Hund in einer bestimmten Situation abgelenkt oder aufgeregt, gibst du ihm einfach sein Spielzeug zum Tragen und lenkst ihn so auf eine ruhige Beschäftigung um, anstatt ihn zu korrigieren.

Der Grundaufbau

Wichtig vorweg: Dein Hund sollte grundsätzlich Spielzeug mögen, sonst wird das schwierig. Als Spielzeug eignet sich am besten etwas Längliches – eine Beißwurst oder ein Seil – das dein Hund in der Mitte greifen kann, während du es an beiden Enden festhältst.

Du setzt dich am besten auf einen Hocker, dein Hund sitzt vor dir. Und dann bauen wir das Ganze wirklich kleinschrittig auf. Man nennt das Shaping: Du belohnst dabei immer nur das, was dein Hund gerade ein kleines bisschen besser oder mehr macht als beim letzten Mal – Schritt für Schritt, ohne dass du ihn irgendwo hinziehst oder -drückst.

Konkret heißt das: Du hältst deinem Hund das Spielzeug einfach hin. Stupst er es nur mit der Nase an, wird er überschwänglich gelobt und bekommt ein Leckerchen. Beim nächsten Mal verlangst du ein kleines bisschen mehr. Und irgendwann muss er tatsächlich richtig zubeißen, bevor das Lob kommt. Dein Hund muss also für sein Leckerchen jedes Mal ein kleines bisschen mehr „arbeiten".

Diese kleinen Schritte sind wichtiger, als es sich zunächst anhört – wenn du zu schnell zu viel verlangst, verliert dein Hund schnell die Lust an der ganzen Übung, und du fängst quasi wieder von vorne an.


Das Signalwort einführen

Beißt dein Hund schon zuverlässig zu, kannst du das Spielzeug für einen kurzen Moment loslassen. Und genau in diesem Moment sagst du zum allerersten Mal dein Signalwort – bei uns heute „Tragen". Direkt danach greifst du das Spielzeug wieder und lobst deinen Hund.

Diese Zeitspanne des Loslassens dehnst du jetzt immer weiter aus, und das Signalwort wiederholst du dabei jedes Mal. So trägt dein Hund den Gegenstand Stück für Stück länger, ganz ohne dass du ihn dabei unter Druck setzt – und er wird auch diese Handlung mit dem Wort „Tragen" in Verbindung bringen.


Der Übergang ins Gehen

Hält dein Hund das Spielzeug schon ein paar Sekunden zuverlässig, kannst du das Ganze im Gehen probieren. Auch hier hältst du ihm das Spielzeug vor die Nase und wartest, bis er zugreift. Du sagst wieder „Tragen", hältst aber noch mit fest – und dehnst die Zeitspanne auch beim Gehen immer weiter aus.

Mit etwas Übung wird daraus genau das Bild vom Anfang: Dein Hund läuft entspannt neben dir her, mit seinem Spielzeug im Maul, und ist dabei vollkommen zufrieden mit sich.


Zusammenfassung

Das Video zum Artikel – schau dir an, wie das in der Praxis aussieht. Und abonniere den Kanal, damit du kein Video verpasst.

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je nach Hund.